Wie wirkt sich Meditation auf Geist, Seele und Körper aus?
Fakten zur Meditation - was die Wissenschaftler bisher herausfanden |
|
|
|
| Biozeitschrift 4/07 | |
Körperliche Auswirkungen
In der Meditation kommt es wie bei den meisten Entspannungsmethoden
zu einer Senkung der Anspannung und zu einer Erhöhung der Belastbarkeit,
dadurch können Beschwerden wie z.B. Spannungskopfschmerz, Migräne,
und Kreislauferkrankungen direkt behandelt und abgebaut werden.
Während der Entspannungsphase erweitern sich die Blutgefäße in der Muskulatur
des Körpers. Durch diese Wirkung der Meditation können Durchblutungsstörungen
in den Extremitäten entgegengewirkt werden. Es entsteht hier meist ein angenehmes
Wärmegefühl. Dieser Wärmeausgleich im Körper beugt wetterbedingten Erkrankungen
wie Erkältungen und grippalen Infekten vor.
Die entspannende Wirkung der Meditation vermag Stresshormone wie Adrenalin,
Noradrenalin und Cortisol im Körper abzubauen und weitere Ausschüttung zu verhindern.
Gleichzeitig werden durch die positive Erfahrung der Meditation die Ausschüttung von
Endorphinen im Gehirn angeregt, die sog. Glückshormone. Dieser Prozeß hilft wiederum
die körpereigene Immunabwehr zu stärken.
Seelische Auswirkungen
Erkrankungen wie Depressionen, Ängste, Phobien, Erschöpfungszustände, Burnout,
neurotische Störungen, Stress und innere Unruhe können alle durch ein Ungleichgewicht
von Hormonen charakterisiert werden. Durch die ausgleichende, zur Ruhe führende
Wirkung der Meditation werden auch die körpereigenen Hormone zur Harmonisierung gebracht.
Durch regelmäßige Meditation stellt sich wieder ein Urvertrauen ins Leben ein, eine positive
Weltsicht, Ruhe, Gelassenheit, Freude am Schönen und Erlangung der Fähigkeit, in
vollem Umfang die täglichen Dinge des Lebens genießen zu können.
Geistige Auswirkungen
Die auffälligste Wirkung ist die Zunahme der Fähigkeit zur Konzentration.
Dies führt mit der Zeit zu einer inneren Sammlung und Ausrichtung auf das
Wesentliche im Leben.
Die Erweiterung des Bewusstseins wird dadurch möglich. Wir kommen immer mehr in
den Kontakt unseres inneren Selbst und haben wir das erst erkannt, so bleibt kaum noch
Raum für krankmachende Störungen.
„Tief in uns sprudelt eine Quelle unendlicher Kraft, die nur darauf wartet dem Alltag
wahres Leben einzuhauchen.“
Meditation ist wie ein Gebet.
Als mein Gebet immer andächtiger wurde und innerlicher,
da hatte ich immer weniger und weniger zusagen.
Zuletzt wurde ich ganz still. Ich wurde ein Hörer.
Zunächst meinte ich, Beten sei Reden.
Ich lerne aber, dass Beten nicht nur schweigen ist. sondern auch Hören.
So ist es: beten heißt nicht, sich selbst reden hören,
beten heißt, still werden und still sein, sich hingeben und warten,
bis der Betende „GOTT“ hört.
(Sören Kierkegaard)